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Kwambio sammelt 500.000 Dollar ein und zeigt den Keramikdrucker Ceramo One

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Im Oktober 2017 schloss Kwambio eine Finanzierungsrunde über 500.000 Dollar mit den Fonds Empire State Capital Partners und Impulse VC ab; die Bewertung des Unternehmens wurde nicht bekannt gegeben. Am 26. Dezember 2017 berichtete AIN.UA, wofür das Geld verwendet werden soll: Das Unternehmen hat einen eigenen Keramikdrucker, den Ceramo One, entwickelt.

Das in Odessa gegründete Unternehmen ist an zwei Standorten tätig: Die Produktion befindet sich in Odessa, das Büro in New York. In der Veröffentlichung von AIN.UA wird 2015 als Gründungsjahr genannt, während in anderen Medien 2014 steht. Die Wurzeln des Projekts reichen weiter zurück. Volodymyr Usov kaufte 2010 das erste iPad, und 2011 entstand in Odessa der Verlag Gutenbergz, der interaktive Bücher herausbrachte. Die App „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ erschien am 2. Dezember 2012 im App Store – ein Jahr später als geplant – bei einem Startbudget von 25.000 Dollar. Im März 2013 berichtete AIN von 23.000 Downloads, 70 Prozent der Verkäufe in den USA und einem Team von sieben Personen. Damals sah Usov auf einer Ausstellung in New York zum ersten Mal einen 3D-Drucker, und diese Begegnung sollte seinen weiteren Weg bestimmen.

Das erste Geld für die neue Richtung kam im Herbst 2014: 500.000 Dollar von einem Odessaer Unternehmen, dessen Name nicht genannt wurde. Im Juni 2015 wurde Kwambio Resident bei Techstars Boston, einem Sommerprogramm mit 12 Teams, und erhielt 650.000 Dollar von Techstars und Angel-Investoren. Das zweite ukrainische Team in diesem Programm war GV Machines von Egor Anchishkin. Die im Oktober 2017 abgeschlossene Runde war die dritte große Finanzspritze. Die bekannten Summen ergeben zusammen etwa 1,65 Millionen Dollar. Im August 2018 schrieb MC.today von zwei Millionen, doch die aufgeschlüsselten Runden erreichen diese Zahl nicht.

Ein Drucker, den es auf dem Markt nicht gab

Der Ceramo One unterscheidet sich vom Prototyp UNIQUE One, den das Unternehmen 2015 zeigte. Dieser war aus Kunststoff, für den Hausgebrauch gedacht und sollte weniger als tausend Dollar kosten. Die neue Maschine druckt mit Keramik und kostet rund 25.000 Dollar. Laut AIN.UA ist dies der erste hochpräzise ukrainische Keramikdrucker. Die technischen Daten, die die Publikation nach Angaben des Unternehmens nennt, sehen so aus: Geschwindigkeit 160 Millimeter pro Sekunde, Genauigkeit 20 Mikrometer, Objekte bis 35×35×38 Zentimeter. Größere Teile werden aus Einzelstücken zusammengesetzt. Es gibt etwa 100 Farben von Pulver.

Das wichtigste wirtschaftliche Argument betrifft den Druckpreis. Laut Unternehmen kostet ein Quadratzentimeter acht Cent gegenüber 12–15 Cent auf dem Markt. Usov bringt dies mit dem früheren Verfahren in Verbindung. „Dank der ukrainischen Entwicklung lässt sich eine Tasse in 2–3 Stunden drucken“, sagte er zu AIN.UA. Früher habe man für eine Tasse bis zu zehn Tage gebraucht, und „der Produktionsprozess war übermäßig kompliziert und langwierig“. Diese Herstellungszeit lässt sich nur durch die Angaben des Unternehmens überprüfen und wird im Text daher als dessen Einschätzung wiedergegeben.

Die Produktionsbasis existierte zu diesem Zeitpunkt bereits. Im September 2016 wurde in Odessa eine Fabrik für keramischen 3D-Druck eröffnet, die bis zu tausend Objekte pro Monat herstellte; Metall stand damals noch auf der Planung. Innerhalb eines Jahres druckte die Fabrik laut AIN.UA mehr als 10.000 Objekte. Genau diese Stückzahlen nannte das Unternehmen als Beleg dafür, dass die Technologie nicht nur bei Ausstellungsstücken funktioniert.

Was danach geschah

Vorbestellungen für den Ceramo One sollten im Januar 2018 beginnen, die Präsentation war für die CES in Las Vegas geplant. Im Juli 2018 schrieb, Usov verhandle mit der NASA über einen „3D-Körperatlas“ für die Internationale Raumstation und es liefen Tests mit Knochenmaterial in Schweden und der Schweiz. Einen bestätigten Vertrag mit der Behörde gab es in diesen Veröffentlichungen nicht. Im August 2018 meldete MC.today, General Electric habe mehrere Drucker bestellt, in Odessa arbeiteten 25 Personen und es seien 13 Vorbestellungen eingegangen.

Im Januar 2019 zeigte das Unternehmen auf der CES bereits eine Reihe mehrerer Modelle: den Ceramo Zero Max für 5.000 Dollar und den Ceramo Two für 45.000 Dollar.

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Kirill Jerschow

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Politischer Kommentator

Foto: Иллюстрация Maralles, создана с помощью ИИ