Die Kundenliste in der Studio-Karte liest sich wie eine Aufzählung bekannter ukrainischer Marken: Hennessy, Simbrella, „Dengi srazu“, „Obolon“, Kredo Bank,, „Gaztron-Ukraina“ und der Fußballklub „Tschornomorez“. In derselben Zeile nennt das Ranking auch „MMM“, dessen Name in der breiten Öffentlichkeit seit langem mit dem größten Finanzpyramidensystem der 1990er Jahre verbunden ist. Daher sollte dieser Punkt als Aufzählung gelesen werden, nicht als bestätigte Bewertung jedes einzelnen Auftrags.
Die Studio-Karte auf der Website von Tagline ist um den Gründer Bohdan Hnatiuk aufgebaut, der dort als eine der Schlüsselpersonen genannt wird. Die Agentur arbeitet nach SLA, also Service-Level-Agreements, die Reaktionszeiten, Supportumfang und Verantwortlichkeiten der Parteien festlegen. Für Kunden mit Bank- und Medienprojekten ist dieses Modell üblich, und im Ranking wird es als einer der Vorteile des Studios dargestellt.
Frühere Charakterisierung und neuer Platz
Das Ranking behält die frühere Formulierung bei, mit der das Studio auch ein Jahr zuvor beschrieben wurde. Hier wörtlich:
„Gute Produkte und Service, viele Auszeichnungen, Kunden der ersten Liga“.
Der Platz im Ranking allein sagt nichts über einen Abstieg oder Aufstieg aus. Im Jahr 2016 war Sponge im Designstudio-Ranking von Tagline unter der Nummer 67 geführt, zusammen mit Saatchi & Saatchi. Jenes Ranking und die heutigen Top 100 Digital Production sind nach unterschiedlichen Kriterien erstellt, daher lassen sich Platz 67 und Platz 97 nicht direkt vergleichen. Für das Studio ist wichtiger, dass es 2017 erstmals in die Liste der Digital-Production-Unternehmen aufgenommen wurde.
Die Agentur wurde 2009 gegründet. Die ersten Jahre ihrer Arbeit sind mit Projekten verbunden, die weit über die Ukraine hinausgingen. Im Jahr 2013 erhielt die Website des Studios eine Erwähnung bei Awwwards, einer der bekanntesten Plattformen zur Bewertung von Webdesign, und 2015 kamen eine Reihe von Auszeichnungen als Site of the Day von CSS Winner, CSS Nectar, BestCSS und anderen Ressourcen. Site of the Day, oder SOTD, wird von den Kuratoren der Wettbewerbe vergeben und ist die wichtigste öffentliche Währung im Beruf des Webdesigners: Die Auszeichnung des Tages verschafft einem Projekt für einen Tag die Aufmerksamkeit des Fachpublikums.
Herbst 2017: Auszeichnungen und Aufträge
Sommer und Herbst 2017 brachten dem Studio mehrere bemerkenswerte Auszeichnungen. Am 23. und 25. August erhielt die Website des Sängers Artjom Piwowarow SOTD bei CSS Winner, und bei Awwwards wurde das Projekt Site of the Day und erhielt eine separate Developer-Auszeichnung, die für die technische Umsetzung vergeben wird. Am 25. September erschien die Arbeit in der Best-of-Behance-Auswahl, in die Projekte aufgenommen werden, die von den Kuratoren der zu Adobe gehörenden Plattform Behance ausgewählt wurden.
Am 28. September setzte „Reiting Runeta“ die Digitalagenturen in der Kategorie „Kreativität“ auf den vierten Platz. Dieses Ergebnis verbreitete sich sofort in den Branchenmedien: Meldungen darüber erschienen im Business-Blog auf Sostav und auf AllAdvertising. Für ein Studio mit dreißig Mitarbeitern wurde der vierte Platz im Kreativ-Ranking zu einem bemerkenswerten Punkt in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht nur zu einer Zeile in einer Tabelle.
Eine separate Geschichte ist mit Looks.fm verbunden, einem Dienst, der 2015 in ukrainischen und russischen Medien diskutiert wurde. Einer seiner Schöpfer, Bohdan Hnatiuk, ist als Gründer der Agentur mit Sponge verbunden. Leiter und Produktmanager des Dienstes war Kirill Soljar, der in den Zusammenstellungen von 2016 als Executive Director von Sponge D&D geführt wurde. Diese Verflechtung von Projekten und Personen ist typisch für kleine Studios, in denen ein starkes Produkt und ein starkes Team gemeinsam wachsen.
Die Charakterisierung von Tagline selbst endet mit derselben Wortfolge wie im Vorjahr: Produkte, Service, Auszeichnungen und Kunden der ersten Liga. Nun ist zu dieser Formel die Zeile über den Platz in den Top 100 und die im Sommer und Herbst 2017 erhaltenen Auszeichnungen hinzugekommen. Am 6. Oktober erschien die Website von Piwowarow auch im Veranstaltungskalender von Tochka, die einen Beitrag mit Verweis auf den Text der Pressestelle des Projekts veröffentlichte.
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