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Kwambio belegt den siebten Platz unter den Top-10 der ukrainischen Start-ups 2015

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Am 28. Dezember 2015 zog AIN.UA Bilanz und veröffentlichte eine Liste der zehn ukrainischen Start-ups, die sich 2015 deutlich hervorgetan haben. Das Odessaer Kwambio belegte darin den siebten Platz und verbesserte sich gegenüber dem achten bis zehnten Rang, den es ein Jahr zuvor eingenommen hatte.

In die Liste aufgenommen wurden Looksery, Ecoisme, Concepter mit iBlazr, Jeapie, Competera, Delfast, Kwambio, Preply, SOC Prime und Ugears. Für Kwambio war dies ein bemerkenswerter Schritt nach oben, und das Unternehmen selbst legte im Laufe des Jahres den Weg vom Start bis zum Umzug nach New York zurück.

Was Kwambio macht

AIN.UA beschrieb Kwambio als Plattform, auf die Designer 3D-Modelle hochladen und Käufer deren Design verändern und die Objekte auf ihren eigenen Druckern ausdrucken. Von jedem verkauften Modell behält die Plattform 30 Prozent ein. Das Modell beruht auf einer einfachen Idee: Eine digitale Zeichnung wird als Ware verkauft, und die Produktion geht an denjenigen über, der den Drucker zu Hause oder im Büro stehen hat.

Die Idee entstand nicht aus dem Nichts. Volodymyr Usov gründete 2011 in Odessa den Verlag Gutenbergz. Im Dezember 2012 erschienen die „Abenteuer des Sherlock Holmes“ auf dem iPad – ein Jahr später als ursprünglich geplant, bei Startkosten von rund 25.000 Dollar. Im März 2013 schrieb AIN.UA, das Buch habe 23.000 Downloads erreicht, 70 Prozent der Verkäufe entfielen auf die USA, und das Team habe aus sieben Personen bestanden. Damals sah Usov erstmals einen 3D-Drucker auf einer Ausstellung in New York, und das Interesse am Drucken wurde für ihn zu einer neuen Richtung.

Das Jahr des Starts und der Umzüge

Kwambio wurde im Oktober 2014 von Volodymyr Usov und Dmitry Krivoshey gegründet. Im selben Monat gehörte das Projekt neben Ecoisme und Looksery zu den Gewinnern der Konferenz IDCEE, und ein Odessaer Unternehmen, dessen Name nicht genannt wurde, investierte 500.000 Dollar in das Start-up. Den öffentlichen Start verschob das Team vom Ende 2014 auf den Sommer 2015.

Im April 2015 zeigte Kwambio den Prototyp des Druckers UNIQUE One, der weniger als tausend Dollar kosten und für den Heimgebrauch geeignet sein sollte. In denselben Tagen, am 16. und 17. April, belegte das Projekt den vierten Platz im Ranking der Start-ups des Jahres 2014, das BVU und iForum erstellten. Das war das erste ernsthafte Signal, dass das Projekt nicht mehr nur in Odessa ernst genommen wurde.

Im Juni kam das Team zu Techstars Boston. Techstars ist ein Accelerator, der Teams über mehrere Monate mit Mentoren, Expertise und Investitionen unterstützt und dessen Abschluss in der Regel eine Präsentation des Projekts vor Investoren ist. Der Sommerdurchgang 2015 in Boston umfasste 12 Teams, und Kwambio erhielt von Techstars und Business Angels 650.000 Dollar. Der zweite ukrainische Teilnehmer dieses Durchgangs war GV Machines von Egor Anchishkin. Ende Juli schrieb AIN.UA, dass aus der Ukraine 51 Bewerbungen für das Programm eingegangen seien.

Im August 2015 erfolgte der vollständige Start der Plattform, und das Team zog nach New York. Genau in dieser Zeit blieb Kwambio ein Marktplatz für 3D-Modelle für Heimdrucker, und in der AIN.UA-Auswahl zur Keramik wurde es nicht erwähnt.

Keramik kommt später

Die Wende zur eigenen Produktion kam ein Jahr später. Im September 2016 wurde in Odessa eine Fabrik für keramischen 3D-Druck eröffnet, ausgelegt auf bis zu 1000 Produkte pro Monat. Metall blieb damals in Planung. So wurde die Plattform, die 2015 Modelle an diejenigen verkaufte, die zu Hause drucken, zugleich auch Hersteller – und dieser Wandel kam erst, nachdem Kwambio den siebten Platz im Ranking von AIN.UA belegt hatte.

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Mathieu Blanchard

Foto: Иллюстрация Maralles, создана с помощью ИИ