Nach Darstellung von „Volynski Novyny“ ereignete sich der Unfall gegen 22:00 Uhr am Kreisverkehr beim Stadion „Awanhard“. Der Fahrer eines Mazda mit dem Kennzeichen AC2941EI war zu schnell und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Wagen geriet ins Schleudern, wurde auf den Bordstein geschleudert und erfasste dort einen Fußgänger. Augenzeugen zufolge wurde die Person fast zwanzig Meter weit geschleudert. Die Zeitangaben in den Quellen weichen voneinander ab. Andere Medien berichteten, der Notruf sei um 21:05 Uhr eingegangen, weshalb die genaue Unfallzeit unklar bleibt.
Bei dem Verletzten handelte es sich um den 60-jährigen Bischof Oleh Wedmedenko. Er wurde am 18. September 1961 in Luzk geboren und gründete im Februar 1997 die Bibelschule für geistliche Vollkommenheit an der Dreifaltigkeitskathedrale, die er bis zuletzt persönlich leitete. Sein Weg in der ukrainischen Orthodoxie war schwierig. Im Jahr 2006 geriet er in Konflikt mit der UOK-KP, und am 5. November desselben Jahres wurde er in der UAKP zum Priester geweiht. 2012 wurde er Bischof, ab 2013 leitete er die Eparchie Wolhynien und Galizien, und von 2015 bis 2019 war er Ersthierarch der UNAPK. Er war zudem Mitglied des Nationalen Journalistenverbands der Ukraine und Autor von Büchern.
Verletzungen und Intensivstation
Wolodymyr Schmal, Direktor des Wolhynischen Zentrums für Notfallmedizin, zählte die Verletzungen des Opfers auf. Darunter befanden sich eine traumatische Amputation des unteren Drittels des rechten Unterschenkels, ein zertrümmertes Becken, eine Lungenverletzung, ein Schädel-Hirn-Trauma und ein großer Blutverlust. Wedmedenko wurde auf die Intensivstation des Städtischen Klinischen Krankenhauses Luzk gebracht. Schmals Zustand beschrieb er mit einem Satz, den die Zeitung „Volynski Novyny“ wiedergab:
„traumatische Amputation des unteren Drittels des rechten Unterschenkels“
Die Verletzung war äußerst schwer, und die Ärzte kämpften unmittelbar nach der Einlieferung um das Leben des Bischofs. Darüber wurde in den ersten Veröffentlichungen berichtet, als der Name des Verletzten der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt war. Der Artikel von „Volynski Novyny“ wurde im Laufe der Ereignisse aktualisiert. Ursprünglich war von einem Fußgänger die Rede, dem ein Bein abgerissen worden sei, und nachdem der Name bekannt wurde, wurde der Text überarbeitet.
Der Fahrer und das frühere Urteil
Am Steuer saß Roman Sawytsch, 22 Jahre alt, Einwohner des Dorfes Schydytschyn. Laut Polizei versuchte er, vom Unfallort zu fliehen, wurde aber von Patrouillen in der Nähe des Unterhaltungszentrums „Promin“ festgehalten. Auch Zeugen hielten ihn fest, darunter der Rechtsanwalt Ihor Wassyliuk und Maksym Olischtschuk. Die Polizei eröffnete ein Strafverfahren nach Artikel 286-1 Absatz 3 des Strafgesetzbuches der Ukraine, der die Verletzung der Verkehrsregeln durch eine Person im Rauschzustand mit einer Strafe von fünf bis zehn Jahren Freiheitsentzug ahndet.
Sawytsch war den Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt. Im Jahr 2020 griff er mit einer Gaspistole städtische Wachleute in Luzk an und erhielt nach Artikel 350 Absatz 2 des Strafgesetzbuches drei Jahre Freiheitsbeschränkung. Am 19. Oktober 2021 bestätigte das Berufungsgericht Wolhynien dieses Urteil. Die Strafe wurde jedoch nicht vollstreckt, und der Fahrer befand sich auf freiem Fuß, als sich der Unfall ereignete.
Was danach geschah
Am Morgen des 15. November starb Oleh Wedmedenko im Städtischen Klinischen Krankenhaus Luzk. Am Abend wurde in der Kirche „Christi Auferstehung“, deren Pfarrer er war, eine Litija gefeiert. Die Festnahme von Sawytsch wurde nach Artikel 208 der Strafprozessordnung protokolliert. Am 16. November fanden die Trauerfeier und das Begräbnis im Hof der Kirche statt. Am selben Tag verhängte das Stadt- und Rayongericht Luzk unter der Richterin Alla Paljuschko gegen Sawytsch eine Untersuchungshaft von 60 Tagen ohne Kaution, also bis zum 12. Januar 2022.
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