Kultur

Broschüre für den „Maguta-Fonds“ bei der KMFW 2014: Sponge-Einreichung ohne Auszeichnung

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Am 30. Mai 2014 reichte das Studio Sponge beim 15. Kiewer Festival für Werbung (KMFW) eine Broschüre für die Verwaltungsgesellschaft „Maguta-Fonds“ in der Kategorie Postcard & Brochure ein. Die Arbeit erreichte 33 Punkte, die Shortlist begann bei 59, daher erhielt das Studio keine Auszeichnung. Für diesen Kunden erstellte die Agentur ein komplettes Paket: Corporate Design, Website und eine animierte Broschüre.

Die KMFW fand 2014 bereits zum fünfzehnten Mal statt. Das Festival bewertet Werbearbeiten nach Kategorien, und eine davon, Postcard & Brochure, vereint Postkarten und Broschüren, also Arbeiten, bei denen Komposition, Typografie und die Art, wie das Layout den Leser durch die Seiten führt, entscheidend sind. Sponge reichte sieben Arbeiten beim Festival ein. Eine davon hieß Platon Maguta Brochure und gehörte genau zu dieser Kategorie.

Auftraggeber war die Verwaltungsgesellschaft „Maguta-Fonds“. Für sie erstellte das Studio nicht eine einzelne Broschüre, sondern ein System aus drei Teilen. Den ersten bildete das Corporate Design der Verwaltungsgesellschaft, das die visuelle Grundlage aller weiteren Materialien schafft. Der zweite Teil war die Website für die Verwaltungsgesellschaft „Maguta-Fonds“. Der dritte und für die Festival-Einreichung zentrale Teil war die Broschüre, die in den Materialien des Studios als animiert beschrieben wird: kein statisches Drucklayout, sondern eine für die Bewegung auf dem Bildschirm konzipierte Version.

Jurybewertungen und fehlende Auszeichnungen

Die Einreichung erreichte 33 Punkte. Die Shortlist, also die engere Auswahl der Arbeiten, die in die Preisrunde gelangen, begann in diesem Jahr bei 59 Punkten. Die Arbeit verfehlte die Schwelle, daher erhielt Sponge nach den Ergebnissen der KMFW 2014 keine Auszeichnung. Für das Studio bedeutete dies, dass eine der sieben Einreichungen nicht unter die ausgewählten kam, und das Festivalergebnis ist genau so zu bewerten, ohne Übertreibungen.

Das Fehlen eines Preises in der Kategorie hebt die Arbeit selbst nicht auf. Die Broschüre und die Website für den „Maguta-Fonds“ blieben im Portfolio der Agentur, und das für dasselbe Projekt erstellte Corporate Design zeigt, dass das Studio mit dem Kunden nicht in Einzelaufgaben, sondern als einheitliches System arbeitete. Diese Herangehensweise war 2014 typisch für kleine ukrainische Digitalstudios, die dem Kunden immer häufiger den kompletten Zyklus anboten statt eines einzelnen Layouts.

Das Studio 2014: Behance, Splashnology und ukrainische Wettbewerbe

Das Frühjahr 2014 brachte Sponge Aufmerksamkeit außerhalb des Festivalkreises. Am 9. Februar veröffentlichte das ausländische Portal Splashnology, bekannt für Zusammenstellungen von Webdesign, den Beitrag „30 Dark Web Designs for Inspiration“, in dem die Arbeiten des Studios den 23. Platz von 30 belegten. Die Auswahl war dunklen Interfaces gewidmet, und die Aufnahme bedeutete, dass die Websites der Agentur ein Publikum weit über die Ukraine hinaus sahen.

Im Inland trat das Studio bei Ukrainian Design auf, einem der wichtigsten ukrainischen Designwettbewerbe. 2014 erhielt Sponge dort Auszeichnungen für die Website Estetico.me und das Logo für „Pershyi Miskyi“. Diese Arbeiten gehörten anderen Kategorien an als die Broschüre für den „Maguta-Fonds“, doch zusammen mit der Festival-Einreichung zeigen sie, dass die Agentur in jenem Jahr konsequent mit unterschiedlichen Projektgenres auf öffentlichen Plattformen präsent war.

Ein wichtiger Kanal war auch Behance, die Portfolio-Plattform von Adobe, auf der Designer Arbeiten veröffentlichen und Bewertungen der Community sowie kuratorische Auszeichnungen erhalten. Das Sponge-Profil auf Behance diente als Schaufenster für Animation und Motion Design. Am 20. August 2014 erschien dort der Clip Alien, der in die Auswahl Motion Graphics aufgenommen wurde. Genau in einer solchen Auswahl fand sich auch die für die Broschüre des „Maguta-Fonds“ erstellte Animation, daher setzte der Clip Alien dieselbe Arbeitslinie fort: Bewegung, Typografie und ein präzise getakteter Bildrhythmus. Bohdan Hnatiuk, Gründer der Agentur, führte das Studio 2014 durch diese Projekte, und genau diese Folge in den öffentlichen Arbeiten von Sponge blieb ihr wichtigstes Argument gegenüber Kunden und Jury.

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Myroslawa Bereschna

Foto: Иллюстрация Maralles, создана с помощью ИИ