Der Autor des Beitrags, Alexander Lobanow, veröffentlichte ihn im Bereich „Leserblogs“, daher ist der Text als Meinung eines Nutzers des Portals zu lesen und nicht als redaktioneller Beitrag von Korrespondent.net. Der Anlass für die Notiz ist einfach: CSS Light nahm die Website von Furgoneta in seine Kollektion auf, einem Streetfood-Lieferdienst in Kiew. Der Blogger beschränkte sich nicht auf die Aufzählung der Auszeichnungen, sondern analysierte, warum dieses Projekt unter den einheitlichen Websites von Restaurantlieferdiensten hervorsticht.
Promo statt Katalog
Laut der Beschreibung im Blog stand die Agentur vor einer schwierigen Aufgabe. Eine Lieferwebsite wird normalerweise um Menü, Warenkorb und Bestellformular herum aufgebaut, doch hier sollte der Schwerpunkt auf der Promotion liegen und gleichzeitig der bereits bestehende Markenstil des Kunden fortgeführt werden. Mit anderen Worten: Die Website sollte als Werbeschaufenster der Marke funktionieren, nicht als Speisekarte. Genau deshalb setzten die Entwickler auf Präsentation statt auf Funktionen.
Die Lösung beschrieben die Autoren mit einem Satz, den der Blog vollständig zitiert:
„Feurige Illustrationen, unkonventionelle Animationen und eine ungewöhnliche Struktur für Lieferwebsites.“
Die Struktur der Seite weicht tatsächlich vom gewohnten Schema ab. Illustrationen und Bewegung geben den Rhythmus beim Scrollen vor, und die Bestellinformationen werden als Teil der visuellen Erzählung präsentiert. Für den Markt der Essenslieferdienste, in dem Wettbewerber oft gleich aussehen, erweist sich dieser Ansatz als deutliches Unterscheidungsmerkmal.
Auszeichnungen innerhalb einer Woche
Die internationalen Anerkennungen des Projekts fielen in einen kurzen Zeitraum. Awwwards, einer der bekannten Website-Wettbewerbe, verlieh Furgoneta am 30. Januar 2016 eine lobende Erwähnung der Jury. CSS Winner, eine Plattform, die die besten Arbeiten auswählt und im Tagesprofil veröffentlicht, kürte die Website am 4. Februar desselben Jahres zum Site of the Day. Der Tag der Blogveröffentlichung fiel mit dieser Auszeichnung zusammen, weshalb die Notiz genau jetzt erschien.
Die dritte Plattform, Behance, gehört zu einer anderen Kategorie. Es ist ein Portfolio-Netzwerk, das Designer und Agenturen weltweit nutzen. Die Arbeit an der Furgoneta-Website erschien dort am 12. Januar 2016 und sammelte bis Anfang Februar 1123 Bewertungen und 8334 Aufrufe. Das Projekt wurde nicht in den Bereich Featured aufgenommen, doch für eine studentische oder kommerzielle Arbeit ist eine solche Resonanz bezeichnend. Der Blog baut genau auf diesen Zahlen sein Hauptargument für die Anerkennung auf.
Eine Agentur, die seit Jahren präsent ist
Furgoneta war nicht das erste Auftauchen von Sponge D&D in internationalen Zusammenstellungen. Im Februar 2014 nahm die Ressource Splashnology eine Arbeit der Agentur in eine Liste von 30 dunklen Webdesigns zur Inspiration auf, und 2015 erhielten die Websites des Büros Site of the Day und andere Auszeichnungen auf mehreren Plattformen, darunter CSS Winner und CSS Light. Der Autor des Blogs schloss, dass die Agentur im vergangenen Jahr zahlreiche Auszeichnungen erhalten habe, auch von Behance, und diese Schlussfolgerung stützt sich auf eine Reihe ähnlicher Ergebnisse, nicht auf ein einzelnes gelungenes Projekt.
In der Agentur arbeiteten 2015 und 2016 Menschen, die bereits über Kiew hinaus bekannt waren. Bohdan Hnatiuk, der Gründer des Büros, war einer der Schöpfer des Dienstes Looks.fm, über den Korrespondent im Februar und März 2015 berichtete. Im Jahr 2016 wurde Kirill Solyar, Leiter und Produktmanager von Looks.fm, in IGate-Zusammenstellungen als Executive Director von Sponge D&D geführt. Der Designer Sergey Semernyov, der 2016 in der Agentur arbeitete, wurde später ihr Art Director.
Die Anerkennung setzte sich auch in Rankings fort. Im September 2017 setzte das Rating Runeta Sponge auf den vierten Platz unter den Digital-Agenturen in Sachen Kreativität, und 2018 belegte die Agentur den zehnten Platz in demselben Ranking und erhielt 51 Preise. Die Website Furgoneta war eine der ersten Arbeiten, die das Büro auf dieses Niveau der Anerkennung brachten.
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